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21.12.2014

Test: Standlautsprecher Empire Audio Diamond A2

Empirische Erhebung

Mit der Empire Diamond A2 betritt eine ausnehmend grazil gestaltete Klangsäule die HiFi-Bühne. Und bietet enormen Gegenwert fürs Geld

Standlautsprecher Empire Audio Diamond A2

von Tobias Zoporwski

Das Duisburger Unternehmen Empire Hifi kennen STEREO-Leser bislang ausschließlich als Vertrieb hochwertiger und dabei preisgünstiger Audio-Möbel. Nun wird das Portfolio um einige ebenfalls speziell im Hinblick auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis hitverdächtige Lautsprechermodelle erweitert. Mit einem Paarpreis von etwa 1600 Euro ist die knapp über einen Meter hohe und hübsch anzuschauende „Diamond A2“ der Mittelpunkt des Programms. Auch wenn der aufgesetzte Superhochtöner, der die oberen Lagen zusätzlich zu seinem in D’Appolito-Anordnung mittig zwischen zwei Mitteltonchassis montierten Pendant sehr behutsam erweitert, an ähnlich geformte Bowers & Wilkins-Modelle erinnert, eint ihn technisch absolut nichts mit den britischen Tweetern.

Die Ähnlichkeit mit B&W-Tweetern lässt sich nicht verleugnen, technisch ist er viel simpler

Die tiefen Frequenzen entlässt die in Fernost montierte Empire-Box über einen seitlich abstrahlenden 17-Zentimeter-Treiber, der über zwei in die Lautsprecherrückwand eingelassene Bassreflexrohre ausatmet. Kontakt zur Anlage sucht die „Diamond A2“ über ein aufrecht montiertes Single-Wiring-Terminal. Das sich nach hinten verjüngende und sauber hochglanzlackierte Gehäuse ist wertig verarbeitet und gut gedämmt. Klanglich macht die Empire jedenfalls Freude, obschon sie eher den Hörer ansprechen wird, der Schub und Druck „von unten“ sucht. Davon gibt’s nämlich reichlich. Wird ein Musikstück strukturell komplexer, neigt die „Diamond A2“ zum Dröhnen. Allerdings haben Sie den Lautstärkesteller Ihres Verstärkers dann vermutlich in nachbarschaftsgefährdende Bereiche gedreht. Auch dank der Doppelbestückung im Hochtonbereich kontert die schlanke Säule ihren kräftigen Bass mit einer sanften und durchaus feinen Mittenwiedergabe und natürlichen Stimmen. Realistische Rauminformationen oder audiophile Ambitionen sind ihre Sache nicht. Wer interessantes Design mit Spaßfaktor paaren möchte, sollte die empirische Erhebung unbedingt wagen!

Messergebnisse

Nennimpedanz: 4 Ω
minimale Impedanz: 3,1 Ω bei 97 Hertz
maximale Impedanz: 13,8 Ω bei 25 Hertz
mittlere Empfindlichkeit (2,83 V/m): 87,7 dB SPL
untere Grenzfrequenz (-3 dB): 55 Hertz

Die minimale Impedanz von 3,1 Ohm liegt knapp unterhalb der Normgrenze, was in der Praxis aber unkritisch ist.

Frequenzgang
Sprungantwort

STEREO-Ausgabe

Dieser Artikel erschien in STEREO 07/2009

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Profil

Empire Diamond A2

Paar um € 1600
Maße: 19x119x40 cm (BxHxT)
Garantie: 5 Jahre
Vertrieb: Empire Deutschland
Tel.: 0203/75999004
www.empire-hifi.de

Fazit

Empires Marktpremiere als Lautsprechervertrieb macht neugierig. Die Diamond A2 überzeugt als bassstarke und ausgewogen klingende Designbox. Der Raum, in dem sie spielt, sollte nicht zu klein sein.