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24.07.2014

DAB oder DAB+?

Ich liebäugele mit dem CD-Receiver NAD C 715, den Sie in STEREO 3/2008 getestet haben. Sollte man die DAB-Version in die engere Wahl ziehen oder ist das im Hinblick auf DAB+ schon wieder überholtß?

Ralf Eckhof

Sie haben völlig Recht: Die Lesegeschwindigkeit beim CD-Importieren ist in iTunes nicht einstellbar. Sie können aber die Option „...Fehlerkorrektur anwenden“ anchecken und so erreichen, dass leicht lädierte CDs im Zweifel langsamer eingelesen werden. Diese Funktion hatten wir mit dem Tabelleneintrag gemeint. Zugegeben: Das ist grob missverständlich.

Klang-Niveau bei CD-Rohlingen?

Ich habe das STEREO-Jahrbuch gekauft und musste mit Überraschung feststellen, dass Sie CD-Rohlinge auf ihr „Klang-Niveau“ getestet haben. Da die Audiodaten auf den CDs in digitaler Form vorliegen, sprich in Einsern und Nullen, sollte es doch zwischen den verschiedenen Rohlingen keine klanglichen Unterschiede geben. Wie kann es da sein, dass ein Exemplar „besser als die Original-CD“ klingt, ein anderes jedoch „ziemlich einfach und räumlich eng“?

Johannes Henninger

Sehr gute Messwerte für Höhen- und Seitenschlag der MFSL Ultradisc

Eine vollständige Erklärung für die Klangunterschiede bei CD-Rohlingen haben wir auch nicht – nur Vermutungen. So kann zum Beispiel Jitter eine Rolle spielen, außerdem Höhen- und Seitenschlag, der im Player die Servosysteme auf Trab hält, deren Aktivität wiederum auf die Audiostufen durchschlagen kann. Und weil von solchen Effekten auch Original-CDs betroffen sein können, ist es durchaus erklärbar, dass eine Kopie besser klingen kann als das Original. Die simple Vorstellung „digital = bitgenau = keine Klangunterschiede“ greift jedenfalls zu kurz. Das sehen inzwischen auch zahlreiche IT-Experten so.

Kommt „Technics“ wieder?

Zum Thema „Japanische Marken stellen wieder HiFi-Stereo-Geräte vor“, mit dem Sie sich in STEREO 2/2008 befassen: Seit Jahrzehnten habe ich HiFi-Stereo-Geräte und -Anlagen von Technics. Allen voran die grandiose Vor-/Endverstärkerkombination SU-C3000/SE-A3000 oder den tollen DVD-Audio-Player DVD-A 10, außerdem CD-Player, Tuner, MiniDisc- und Cassetten-Decks. Leider hört man seit einigen Jahren nichts mehr von Technics – schade. Gibt es Hoffnung, dass Matsushita seiner Marke Technics zu einem HiFi-Stereo-Neuanfang verhilft?

Rolf Grube, Uslar

Klassiker: HiFi in "Technics Black" - hier das MD-Deck SJ-MD 100

Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Marke Technics wiederbelebt wird. Matsushita ist ja gerade dabei, den Markenauftritt zu vereinheitlichen und alle Produkte unter Panasonic ins Rennen zu schicken. Auch die Firma selbst wird von Matsu­shita in Panasonic umbenannt. Der Name Technics dürfte wohl für die DJ-Produkte erhalten bleiben, der Rest der Unterhaltungselektronik wird unter Pa-­ nasonic antreten. Abgesehen vom Markennamen wäre es natürlich schön, wenn sich Panasonic – wie Denon, Pioneer, Yamaha und andere – wieder stärker um klassische HiFi-Produkte kümmern würde. Wir haben aber derzeit keine Hinweise auf Neuerscheinungen in diesem Bereich.

Internetradio

Ich möchte mich über Stand­alone-Internetradio informieren. Liegen bei Ihnen schon Artikel oder Gerätetests vor?

Michaela Hübers

Terratec Noxon 2
Terratecs Noxon 2 spielt Online-Radio auch ohne Computer

In STEREO 4/2007 finden Sie ein Spezial über „Netz-Entertainment“. Da ging es unter anderem auch ums Internetradio. Geräte, mit denen Sie Internetradio auch ohne PC empfangen können, stellen wir in dieser Ausgabe im Spezial vor. Ganz allgemein sind unsere Erfahrungen mit dem Internetradio aber nicht sehr ermutigend. Die Klangqualität schwankt zwischen lausig und verbesserungswürdig, und auch die Musikauswahl ist oft begrenzt (häufige Wiederholung der Titel).

 

DAT mit 32 kHz/12 bit kopieren

 

Im Ratgeber in STEREO 3/2008 empfehlen Sie Herrn Wickenhagen, eine andere Soundkarte zu kaufen, weil seine die 48 kHz nicht beherrscht.  Ich besitze circa 50 DAT-Bänder mit Aufnahmen in 32 kHz/12 Bit vom analogen Rundfunk und möchte diese gerne in ein aktuelleres Format bringen. Da DVD und DVD-Audio dieses Format (32/12) nativ nicht unterstützen, würde sich ja MP3 mit einer hohen Datenrate als Lösung anbieten. Meine Soundkarte kann die 32 kHz nicht nativ zum PC übertragen. Soll man auf 44,1/48 kHz upsamplen? Wie gibt ein DAT-Recorder das Signal über SPDIF nach außen? Als 32 kHz/12 Bit oder als 32 kHz/16 Bit (mein AV-Receiver sagt das leider nicht)? Wie geht man dann mit einem 240-Minuten-WAVE oder -MP3 am bes­ten um? Kann man die Sprungmarken von DAT übernehmen? Dieses Thema wäre doch mal einen eigenen Beitrag in STEREO wert. Es gibt bestimmt viele STEREO-Leser, die 32-kHz-DAT-Aufnahmen besitzen, seien es Longplay-Aufnahmen oder auch digitale 32-kHz-Aufzeichnungen von DSR.

Boris Vetter, Hergatz

Wavelab-Einstellungen
Aufnahmeeinstellungen mit DAT-Option bei Wavelab

Zum Übertragen Ihrer DAT-Aufnahmen zum PC würden wir auch Ihnen eine Soundkarte empfehlen, die 32 kHz Takt via SPDIF unterstützt. Ob Sie die Aufnahmen als MP3 oder PCM weiterverarbeiten, sollten Sie nicht von der Taktfrequenz abhängig machen. Das Umrechnen von 32 auf 48 kHz dürfte im Übrigen wegen des glatten Verhältnisses 3:2 kein Problem sein. Bevor Sie sich aber für MP3-Files mit 32 kHz Takt entscheiden, sollten Sie sicherstellen, dass die in Frage kommenden Wiedergabegeräte (MP3-Player?) diesen  unterstützen. Der DAT-Recorder gibt die nichtlinear mit 12 Bit quantisie­rte 32-kHz-Aufnahme als lineare PCM mit 32 kHz/16 Bit über SPDIF aus. Die Original-Startmarken von DAT kann meist nur teure Profi-Audio-Software wie Steinbergs Wavelab übernehmen. Im Übrigen muss die Soundkarte die Subcode-Informationen weitergeben. Alternativ können Sie aber die automatische Trackerkennung anhand der Pausen nutzen, wie sie zahlreiche Consumer-Programme wie Nero, Win­OnCD oder Magix Music Cleaning Lab bieten. Damit die Datei nicht zu groß wird, können Sie ja zwischendurch mal stoppen.

 

On-the-fly kopieren?

Ich möchte mit bester audiophiler Qualität Audio-CDs kopieren. Wie im STEREO-Jahrbuch 2007 beschrieben, werde ich den Plexwriter-Premium-Brenner von Plextor und die Ultradisc-Rohlinge von MFSL kaufen. Wie empfehlen Sie aber zu brennen? On-the-fly von einem normalen PC-Laufwerk oder über die Harddisk nur mit dem Plextor? Gibt es andere Tipps, um in optimaler Qualität zu brennen? Gibt es eine klanglich gute Gratis-Brennsoftware? Ist iTunes auch beim Extrahieren von Audio-CDs klanglich spitze? Welches Format muss man für die beste Qualität einstellen? Also keine MP3, vermute ich.

D. Dominis

iTunes Einstellungen
So brennen Sie bei iTunes eine Audio-CD in Originalqualität

Von den getesteten Audio-Programmen kommen als kostenlose Brennprogramme in Frage: Apple iTunes, Exact Audio Copy oder Microsoft Windows Media Player. Von diesen dreien hat beim Extrahieren und beim Brennen iTunes klanglich am  bes­­ten abgeschnitten. An zweiter Stelle rangiert der Windows Media Player, dann erst Exact Audio Copy. Bei leicht lädierten Scheiben sind Sie allerdings mit EAC auf der sicheren Seite. Wir empfehlen, beim CD-Kopieren stets zunächst von der Original-CD auf die Festplatte zu extrahieren und im zweiten Schritt zu brennen. Für beide Aufgaben ist der PlexWriter Premium 2 optimal. Stellen Sie nach Möglichkeit sowohl beim Auslesen als auch beim Brennen eine Geschwindigkeit von circa 4x ein. Um die Originalqualität der CD zu erhalten, wählen Sie in iTunes unter Einstellungen >Erweitert>Importieren den „WAV-Codierer“ und klicken unter „Brennen“ auf „Audio-CD“.

 

Stromversorgung erneuern

Nach dem Erwerb eines älteren Hauses, in dem ohnehin die komplette Elektroinstallation erneuert werden muss, möchte ich den geplanten Hörraum mit einer hochwertigen Stromversorgung ausstatten. Meine Frage: Ab welchem Punkt sollte eine separate Leitung zum Hörraum gelegt werden – ab Sicherungskasten der eigenen Wohnung oder sogar bereits ab Zähler/Hauseingang?

Frank Siebold

Beginnen Sie am besten bei den Panzersicherungen im – verplombten – Hausanschluss, denn dafür gibt es bereits verbesserte Typen. Muss das Kabel zum Hauptsicherungskasten ersetzt werden, würden wir dafür ein Lapp Ölmass CY empfehlen, ebenso als Zuleitung vom Sicherungskasten in die Wohnung und schließlich in den Hörraum.

 

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Ausgabe 08/2014

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