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28.07.2014

Test: Plattenspieler Stanton ST-150

Schwerer Junge

Optisch ähnelt der Stanton dem DJ-Veteranen von Technics stark. Im Gewicht toppt er ihn. Und im Klang?

Plattenspieler Stanton ST-150

Vom Urvater aller „Party-Teller“, dem undefinedTechnics SL-1210, gibt es viele Derivate und Nachbauten. Die meisten eher mäßig, manche brauchbar, alle günstiger. Letzteres ist auch der ST-150 von Stanton, der in allen anderen Belangen allerdings eine konsequente Weiterentwicklung bewährter Attribute und damit viel mehr als nur eine bloße Kopie darstellt.

So bedeutet sein Mehrgewicht ein Plus in Sachen Erschütterungsfestigkeit, was im Profi-Einsatz zählt. Die einstellbare Anlauf- und Bremsgeschwindigkeit des Tellers sowie die Start-Stopp-Taste in doppelter Ausführung interessieren Heimanwender wenig, der Digitalausgang (SP/DIF), über den die Musik etwa zum Nachbearbeiten direkt auf einen Rechner gespielt werden kann, dagegen schon eher.

Klanglich folgt der Stanton mit seinem ausnehmend druckvollen und knackigen Klangbild dem Technics recht dicht auf, erreicht aber nicht dessen Basspräzision. Er wirkt insgesamt unorganisierter und lässt es bei Stimmen etwas an Wärme und „Brustumfang“ fehlen. Dank der sauber gearbeiteten Mechanik steckt auch in diesem Gerät indes einiges Potenzial.

Dieser Artikel wurde in STEREO 01/2009 veröffentlicht. Die Ausgabe können Sie über unsere Verlagsseite nachbestellen.

Profil

Stanton ST-150

um 590 Euro
Garantie: 2 Jahre
Vertrieb: Korg & More
Tel.: 06421/989500
www.stanton-dj.de

Fazit

Der ST-150 eifert dem großen Vorbild von Technics nicht nur nach, sondern ergänzt es um einige Features, die wie die Vorwärts-Rückwärts-Um­schaltung oder die justierbare Tellerbremse eher die Experten interessieren. Die Verarbeitung ist fast schon massiv zu nennen. Motto: Der geht durch dick und dünn! Druckvoller und knackiger Klang.