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01.09.2014

Test: Medien-Porti Philips SA2840

Fliegengewicht

Der winzige Philips SA2840 macht den Eindruck, als hätten seine Entwickler den Begriff „portabel“ neu definieren wollen

von Carsten Barnbeck

Philips SA2840

Philips’ GoGear SA2840 ist kompakt. Er ist sogar so kompakt und unscheinbar, dass man sich immer ganz genau einprägen sollte, wo man ihn am Vorabend hingelegt hat. Das Gerät ist nicht mehr als ein quadratisches Display mit einer Kantenlänge von knapp vier Zentimetern. Damit sollte dieser Porti mit seinem vier Gigabyte fassenden Flashspeicher in keiner Situation zur Last fallen oder etwa übergroße Dellen in der Hemdtasche verursachen.

Bedient wird das kleine Musikmaschinchen unkompliziert über seine Frontfläche, die wie ein Joystick funktioniert. Über den darin untergebrachten vierzeiligen Bildschirm kann man die nötigsten Infos zum aktuellen Titel ablesen, Grafikdarstellungen gehören jedoch nicht zu den Fähigkeiten. Im Gegensatz zu seinen technischen Datenblättern, aus denen nur MP3 und WMA hervorgehen, spielt das Fliegengewicht auch WAV-Dateien ab. Die müssen allerdings im Ordner für Sprachaufnahmen abgelegt sein, damit sie das Betriebssystem findet und in die Wiedergabeliste einbindet. Immerhin rund acht bis zehn Alben lassen sich auf diese Weise  unkomprimiert im Speicher ablegen.

Klanglich kann Philips auch mit seinem kleinsten Portable einen sehr guten Schnitt machen. Der SA 2840 klingt angenehm warm und druckvoll und ist so durchaus mit den beiden Geräten von Cowon vergleichbar. Insbesondere dem A3 kann er das Wasser reichen. An den überaus anspringenden und umwerfend dynamischen Charme eines Philips HDD6320, unsere langjährige Klassenreferenz, reicht er indes nicht ganz heran. Totzdem ist der Winzling in punkto Bedienung, Klangfülle und Handhabung so schnell nicht zu überbieten – zumindest nicht, wenn man mit seinen stark reduzierten Features leben kann.

Profil/Fazit

Philips SA2840

ab 50 Euro (2 GB)
Garantie: 2 Jahre
Vertrieb: Philips
Tel.: 0180/5356767
www.philips.de

Quadratisch, praktisch, gut – der kleins­te Philips-Porti glänzt mit Miniatur-Abmessungen und einem richtig erwachsenen Klangcharakter. Dynamisch, warm und kraftvoll hinterließ er vor allem mit unkomprimierten Tondaten einen sehr guten Eindruck und gefiel uns nicht zuletzt auch wegen seines stark reduzierten Ausstattungs- und Bedienkonzeptes. Praktischer ist man wohl mit keinem Porti unterwegs!