Test: Medien-Porti Creative Zen
Flash-Musikant
Wenige Hersteller bieten momentan so viel sicheren Flashspeicher in derart kompakten Dimensionen an wie Creative mit dem Zen
von Carsten Barnbeck
Mit dem Zen vollzieht nun auch Creative den Wechsel von der Festplatte auf den Flash-Speicher und erhöht damit dauerhaft die Datensicherheit seiner portablen Mediaplayer, da der kompakte Festspeicher, im Gegensatz zu den bisher verwendeten HDDs, vollkommen ohne bewegliche Teile auskommt. Gleichzeitig bietet der Hersteller mit bis zu 32 Gigabyte einen der derzeit größten Flash-Portis an. Wem jedoch die knapp 330 Euro für das datenhungrige Spitzenmodell noch zu teuer sind, der kann auf die 16, acht, vier oder zwei Gigabyte fassenden Modelle ausweichen. Vergleichsweise bescheidene 80 Euro sind für das Einsteigermodell fällig. Wie bei Cowons D2 oder Teacs MP-4000 lassen sich alle fünf Varianten mit SD-Speicherkarten um bis zu 16 Gigabytes erweitern. Für maximale Flexibilität beim Datenjonglieren ist also gesorgt.
Die Bedienoberfläche des Zen orientiert sich an den vorangegangenen Creative-Portis und wirkt gut gegliedert. Gerade zu Anfang verirrt man sich jedoch gelegentlich in seinen Menüs und deren Unterebenen. Ein Zustand, der sich aber schnell ändert. Auch das Datenmanagement ist dem Hersteller überzeugend gelungen, da das USB-Gerät sofort von unseren Test-Computern erkannt wurde und sich zum Beispiel vom Windows-Explorer aus mit Musik und Filmen bestücken ließ.
Klanglich kommt der Zen ziemlich dicht an die beiden Apples heran. Er entwickelt eine ähnliche Dynamik und Farbkraft. Da er insgesamt aber etwas flacher und matter aufspielt als die beiden Alu-Schönheiten, muss er sich doch mit einem Platz knapp hinter ihnen zufrieden geben.
Profil/Fazit
Creative Zen
ab 80 Euro (2 GB)
Garantie: 2 Jahre
Vertrieb: creative
Tel.: 0035318066707
de.europe.creative.com
Kein anderer Porti des Testfelds ist in so vielen Ausführungen und mit einer so großen Preisspanne erhältlich wie Creatives Zen. Die Erweiterbarkeit um SD-Speicher erleichtert dabei die Auswahl. Sowohl die Features wie auch Bedienung und Verarbeitung sind absolut gelungen, während er sich klanglich jedoch eher im hinteren Mittelfeld einordnen muss.



