Test: CD Player Denon DCD-500 AE
Kleiner Charmeur
Günstig, hübsch und stimmungsvoll – so gewappnet kann für Denons kleinsten Player, den DCD-500 AE, kaum was schief gehen
Von Carsten Barnbeck
Erst in der vergangenen Ausgabe haben wir Denons günstigen Vollverstärker PMA-500 AE gestestet und durften dabei verzückt feststellen, dass es unglaublich ist, welchen Material- und Verarbeitungsaufwand der Hersteller selbst hier, am unteren Ende seiner Preispalette, noch betreibt. Beim zugehörigen CD-Spieler DCD-500 AE ist es natürlich kaum anders. Abgesehen vielleicht von dem nicht unwesentlichen Detail, dass der mit knapp 210 Euro nochmal ein wenig günstiger ist, als der verstärkende Kollege.
Die Zutaten, die Denon seiner Kundschaft mit dem handlichen Quellgerät auftischt, sind uns aus den größeren DCD-Modellen bereits bestens vertraut: Wie sämtliche Geschwister hat der 500 AE – das Kürzel steht übrigens für „Advanced Evolution“, was im übertragenen Sinne nichts anderes bedeutet als „weiterentwickelte Generation“ – eine Metallfrontplatte, die makellos verarbeitet ist und sowohl in der Premium Silber-Variante (in der Abbildung zu sehen) wie auch in der schwarzen Alternative bereits echt nobel wirkt. Schon mit seiner galanten Optik dürfte der Player also über den meisten Mitbewerbern stehen.
Die vier gummierten Füße beruhigen das Gehäuse und schützen das Laufwerk vor äußeren Störeinflüssen. Als Wandler findet außerdem eben jener PCM1791 von Burr-Brown Verwendung, der auch im DCD-700 (um 350 Euro) und sogar noch im DCD-1500 (um 720 Euro) zum Einsatz kommt. Intern arbeitet somit auch der kleinste Denon auf 24 Bit/192 Kilohertz-Basis. Ein weiterer Pluspunkt des 500er liegt in seinem Kopfhöreranschluss, der sogar mit einer eigenen Pegelregelung aufwarten kann. Der Hersteller betont übrigens, dass alle Bauteile aufwändig und gewissenhaft selektiert wurden.
Natürlich gibt es auf der anderen Seite auch Einschränkungen: Im Gegensatz zu den teuren Modellen verzichtet der Kleine auf jegliche „Datenkenntnis“. WMA und MP3 sind für ihn böhmische Dörfer. Auch Denons AL 24-Processing bleibt außen vor. Wer solche Features will, der muss die 140 Euro Aufpreis zum DCD-700 investieren.
Trotz dieser verschmerzbaren Abstriche hat der kleine Purist einiges auf dem Kasten. Er spielt kraftvoll und macht gehörigen Dampf in den unteren Oktaven. Der Bass dürfte zwar gern noch etwas konturierter sein, dafür kommt der Spaß aber nicht zu kurz. Seine Mittenwiedergabe ist differenziert und natürlich, wirkt außerdem angenehm harmonisch und ist homogen ausgearbeitet. Die Höhen wurden schließlich betont sanft und mild abgestimmt und sind wohl hauptverantwortlich für das insgesamt recht gefällige, dafür jedoch herrlich stressfreie und langzeittaugliche Klangbild des Players.
Der große Bruder DCD-700 AE haut in jeder Hinsicht mächtiger auf den Putz, er setzt an den Frequenzenden stärkere Akzente und wirkt dadurch im Vergleich letztlich präsenter, minimal ausgefeilter, räumlich größer und in den Farben zudem noch etwas opulenter. Wer diese Pracht sucht, sollte besser gleich tiefer in die Tasche greifen. Für alle anderen ist der 500er ein solider Einsteiger ohne nennenswerte Schwächen. (Ende)
Profil
Denon DCD-500AE
um 210 Euro
Maße: 43 x 11 x 28 cm (BxHxT)
Garantie: 2 Jahre
Vertrieb: Denon
Tel.: 02157/12080
www.denon.de




