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22.11.2014

Test: Anlage Denon D-F103 HR

Platten-Spieler

Nein, keine Vinyl-Platte: Eine kleine Festplatte steckt in Denons neuer Minianlage D-F 103. Der Player spielt Musik à la carte, und auch mit dem PC kann er komfortabel kommunizieren

von Ulrich Wienforth

Als klassische Minianlage mit Receiver und CD-Player gibt es sie schon länger – für ganze 620 Euro inklusiv Lautsprechern. In der Version F 103 hat Denon nun in den CD-Spieler eine kleine Festplatte sowie USB- und Ethernet-Buchse eingebaut, was den Gesamtpreis glatt verdoppelt. Aber der kleine Baustein hat es in sich: Er dient nicht nur als CD-Player und Musik-Server, sondern auch als Client für Musik aus dem PC oder fürs Internetradio.

Mit einem simplen Tastendruck auf „CD Store“ können Sie Ihre CD-Sammlung auf die Festplatte übertragen, wahlweise in unkomprimierter PCM oder im WMA-Format mit 128 oder 192 kBit/s. Mit bis zu 12fachem Tempo werden die Scheiben dann auf die Harddisk kopiert. Auf ihren 40 GB bringt sie rund 1000 Songs in Original CD-Qualität unter, oder gut zehn Mal so viel in der niedrigsten Qualitätsstufe. Wenn alles im Kasten ist, können Sie über „Album“, „Interpret“, „Genre“, „Playlist“ oder auf alle Songs alphabetisch zugreifen, oder auch Zufallswiedergabe innerhalb dieser Kategorien wählen. Die Textinformation holt sich der Denon-Player entweder aus der internen Datenbank – mit eher geringer Trefferquote – oder, wenn sie ihn via Ethernet-Buchse mit Router und DSL-Modem verbinden, direkt online aus der Gracenote-Datenbank. Das klappt sehr flott und zuverlässig – sogar die STEREO-Hörtest-CD wird erkannt.

Fernbedienung mit Hintertür: Selten benutzte Tasten, etwa zur Texteingabe, sind hinter der Klappe auf der Rückseite versteckt. Auf der übersichtlichen Front wird auch der Receiver bedient

Besonders angenehm bei der Auswahl der Tracks ist das großzügige Grafik-Display, das die Musiklisten wahlweise in drei großen oder sechs kleinen Zeilen darstellt. Während der Wiedergabe erscheinen aber stets Interpret oder Albumname sowie Songtitel und Spielzeit in großen Lettern im Display. Das ist noch nicht ganz der Anzeigekomfort eines iPod, aber es geht in diese Richtung. Ebenso großzügig werden die Textinformationen vom USB-Stick angezeigt, den man an der Front anstöpseln kann. Wiedergegeben werden die Fromate WAV, MP3 und WMA, allerdings keine DRM-geschützten.

Eine weitere USB-Buchse steht auf der Rückseite bereit – diesmal in der „Client“-Version zum Anschluss des PC. Über die beigepackte Software „Denon Music Manager“ können Texte und Titellisten am PC bearbeitet werden, und, besonders wichtig: WAV-, WMA- und MP3-Files lassen sich vom PC auf die Denon-Festplatte importieren. Eine nützliche Hintertür vor allem für CDs mit Copy-Bit, die der Denon-Player aus dem eigenen Laufwerk nicht rippen mag. Via USB kann auch der gesamte Inhalt der Denon-Harddisk auf dem PC als Image gesichert und im Falle eines Crashes von dort zurückgespielt werden. ..weiter..

Großzügig: Das Grafik-Display zeigt die Listen wahlweise dreizeilig oder, in kleinerer Schrift, sechszeilig an

Dieser Artikel wurde in STEREO 02/2007 veröffentlicht. Die Ausgabe können Sie über unsere Verlagsseite nachbestellen.

Profil

Denon D-F103 HR

Gerätetyp: Stereo-Kompaktanlage mit Festplatten-Server
um 1250 Euro
Garantie: 2 Jahre
Maße (B/H/T) in cm:
Elektronik (gesamt)  25/19/26  
Lautsprecher je 18/27/23
Vertrieb: Denon
Tel.: 02157/12080

www.denon.de

Fazit

Diese formschöne, wertig verarbeitete Minianlage ist ein Wolf im Schafspelz. Sie ist mit allen Wassern neuzeitlicher PC-Technik gewaschen, dennoch einfach zu bedienen und klanglich ein echtes HiFi-Juwel mit Ausbaupotential.

Ausstattung

CD-Player mit bitgenauer Kopie auf die 40-GB-Festplatte. Server-Funktion mit Grafik-Display, Anschluss für USB-Stick, Streaming vom PC via LAN, Zugriff auf Gracenote-Datenbank und Internetradios, Musik-Importieren vom PC, Backup und Wiederherstellen vom PC.