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01.09.2014

Profil

Finite Elemente Resonator
Preis: um 480 Euro
Vertrieb: Finite Elemente
Tel.: 02904/4192
www.finite-elemente.de

„Mit unseren Racks und Füßen haben wir Resonanzen am Geräteboden gut im Griff. Durch den Resonator nun auch die auf deren Oberseite.“

Bernd Brockhoff, Finite Elemente

Test: Finite Elemente Resonator

Zurück in die Büchse!

Klangschädigende Gehäuseschwingungen sollen in Finite Elementes neuem „Resonator“ verschwinden. STEREO hat die Wunderbüchse Ausprobiert

von Matthias Böde

Aus der Büchse der Pandora kam einst alles Unheil. In der „Resonator“- Dose von Finite Elemente soll dagegen künftig vieles von dem verschwinden, was den Hörgenuss stört. Gut möglich, halten wir doch kaum ein Unternehmen auf diesem Planeten beim Thema Ableitung und Vernichtung von Geräteschwingungen für kompetenter und erfahrener als den sauerländischen Rack- und Fußspezialisten. Schließlich bilden dessen Regale in unseren Hörräumen wortwörtlich die Basis vieler Tests, und immer wieder hat uns die Wirkung auch anderer Produkte des Herstellers aus Bestwig überzeugt.

Der neue Resonator macht da keine Ausnahme. Die 28 Millimeter hohe und zwölf Zentimeter durchmessende Alu-Büchse beinhaltet ein sternförmiges Element aus Edelstahl, das Schwingungsenergie von der Oberfläche der Geräte aufnehmen und diese im Innern in Bewegung und Wärme umwandeln soll. Auf der Unterseite des in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Dortmund entwickelten Objekts befindet sich seine 3,5 Zentimeter große, ebenfalls kreisrunde und aus Edelstahl gefertigte Auflagefläche.

Einfach die Dose auf einen Vorverstärker, einen CD-Spieler oder eine andere Komponente stellen, und schon führt sie die Energie, die sonst in Form eines Resonanzkreises die Wiedergabe beeinträchtigen würde, in ihren Stern ab und macht sie unschädlich. Damit tut sie das, was Füße und Racks unter den Geräten erledigen: Die aus der Schallenergie, aber auch aus dem Trafo und anderen Teilen der Komponente resultierende Bewegungsenergie ableiten und umwandeln.

Innenansicht des Finite Elemente Resonators
Ein sechsarmiger Stern aus elastischem Edelstahl soll die aufgenommenen Schwingungen in Bewegung und Wärme umwandeln

„Dieser Effekt beruht auf dem Energieminimumsprinzip“, erläutert ein Dossier der FH, „nach dem bei Anregung zweier in Reihe angeordneter elastischer Strukturen mit unterschiedlichen Massen das System mit der kleineren Masse die kinetische Energie des Systems mit der größeren Masse übernimmt und in Wärme transferiert, sofern die Eigenfrequenz des kleineren Systems“... auf dessen Anregungsfrequenz abgestimmt ist. Soweit die physikalischen Grundlagen.

Um einen möglichst großen Einsatzbereich zu schaffen, wurde der Resonator breitbandig abgestimmt und überstreicht so auch den Bereich, in dem das Ohr besonders sensibel auf Störungen beziehungsweise Veränderungen reagiert.Dieser liegt im Bereich um 500 Hertz,weshalb der mittels Moosgummi vollständig von seiner Alu-Behausung entkoppelte Resonator hier auf maximale Wirkung ausgelegt wurde. Dies ist der Grund dafür, dass Finite Elemente empfiehlt, den Resonator eher am Gehäuserand aufzustellen, als ihn simpel in der Mitte zu platzieren.

Die blauen Bereiche in der schematischen Darstellung unten rechts markieren die Gebiete mit der besten Wirkung. Innen schwingt das Material nach Erkenntnis der Sauerländer und der Fachhochschule oft zu langsam, so dass der Resonator nicht optimal angeregt wird. In der Praxis muss man sicherlich ein wenig experimentieren, um auf den eigenen Geräten den besten Ort für die Resonanzfalle zu ermitteln.

Wie unsere Versuche zeigten, hängt der wesentlich vom Aufbau der jeweiligen Komponente ab, etwa dem Platz des Trafos. Das macht Spaß und ist gar nicht so schwer, denn Sie werden sofort klare Unterschiede feststellen. Wir legten die Latte gleich hoch und probierten die Dose auf Nagras Röhren-Pre PL-P.Hoch deshalb,weil dieser kompakte Amp gar keinen brummenden Trafo im Gehäuse hat und obendrein sehr solide aufgebaut ist. Doch der Resonator bewirkte hier dennoch ein kleines Wunder. ..weiter..

Innenansicht des Finite Elemente Resonators
Die Pfeile zeigen den Weg der Schwingungen durch den Fuß in die Edelstahlarme. Das Gehäuse wurde per Moosgummi entkoppelt