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19.10.2014

Profil

Magnat Quantum 705
Gerätetyp: Standlautsprecher
Paarpreis ab €1400
Maße: 23 x 109 x 34 cm (BxHxT)
Garantie: 5 Jahre
Vertrieb: Magnat
Tel.: 02234/8070
www.magnat.de

Fazit

Magnat zeigt mit seinen Quantum-Wandlern, was man unter einem Höhenflug versteht: Die 705 ist hervorragend verarbeitet, musiziert umwerfend geschmeidig und besonders in den Mitten auch angenehm neutral und natürlich und hat den Mut, sich im Bass eine spürbare, jedoch stimmige Portion Effekt zu erlauben. Der Preis ist gemessen an ihren Leistungen ein Knaller.

Stichwort

24 Dezibel

Die Flankensteilheit eines Filters wird in Dezibel pro Oktave (dB/Okt.) angegeben. Dieser Wert umschreibt somit die Präzision, mit der gefiltert wird.

Test: Magnat Lautsprecher Quantum 705

Favouritenschreck

Magnat ergänzt seine Quantum-Serien mit der 700er um eine mittlere Linie, die mit ihrem ausgereiften Konzept eine überraschende Bedrohung für die Spitzenmodelle darstellt

von Carsten Barnbeck

Knapp zwei Jahre ist es her, dass Magnat mit einer grandiosen Neuerscheinung unseren Testspiegel gehörig aufmischte. Die Quantum905 präsentierte uns ein bis dato unbekanntes Maß an Neutralität und Natürlichkeit und führte mit Schwung und Elan Fähigkeiten in die 2000-Euro- Klasse ein, für die man vorher deutlich mehr zahlen musste. Ein Beispiel, das zum Glück Schule machte.

Doch trotz der spürbar nachgerückten Konkurrenz ist die wohlproportionierte Box bei uns in all der Zeit ein gewichtiger Eckpfeiler geblieben und avancierte zum meistkonsultierten Lautsprecher der unteren bis mittleren Preisregion. Damit ist es nicht schwer nachzuvollziehen, wie hellhörig wir wurden, als man uns auf dem IFA-Stand von Magnat berichtete, dass die neue Quantum700er- Serie sich zwar preislich eine Etage unter der großen „Neun“ ansiedeln wird, technisch aber unglaublich dicht bei den Geschwistern liegt.

Doch nicht nur das: Auch die ganz wenigen verbliebenen Schwachpunkte des 900er-Konzepts wurden konsequent beseitigt. Zumindest in der Theorie hat die neue Serie damit das Zeug zum Referenzkiller. Ein Kritikpunkt, den sich die Pulheimer zu Herzen genommen haben, ist die aufgesetzte Schallwand der 9er, die zwar sinnvoll war, bei einigen Ästheten jedoch auf wenig Gegenliebe stieß.

Daher erstrahlt die 705, bei unserem Testmuster handelt es sich übrigens um den kleinsten Standlautsprecher der Serie, im wunderbar einheitlichen Gehäuse, dessen Front wie die Seiten und der Rücken wahlweise in Silber oder Schwarz lackiert (Paarpreis um 1500 Euro) oder mit Kirschholz furniert (um 1400 Euro) sind. Nicht nur das bringt die Box optisch nach vorn. Auch die Proportionen der neuen Modelle wirken ausgewogener und geschmeidiger, da die 705 etwas höher ist als eine 905 und deren übergroße Standfläche durch einen passend zugeschnittenen Fuß ersetzt wurde, den man gegebenenfalls um Spikes bestücken kann.

Um es also auf den Punkt zu bringen: Die neue 700 ist ein umwerfend schöner Lautsprecher mit tadelloser Verarbeitungsqualität. Weit weniger offensichtlich, dafür aber viel tiefgreifender sind die Neuerungen an Chassis und Frequenzweiche, die uns der verantwortliche Entwickler Karl-Heinz Fink bei einem Ortstermin in der Redaktion erläuterte.Wie die übrigen Quantum-Modelle verfügt die 705 über Tief-Mittelton-Membranen aus einer Keramik-Aluminium-Mischung, die niedriges Gewicht mit hoher innerer Dämpfung kombiniert. Eine Eigenart dieser Membranen ist ihre so genannte „Super- Navi“-Formgebung. Durch einen nach innen immer steiler zulaufenden Neigungswinkel der Oberfläche wird die Sollbruchstelle am Übergang zur Schwingspule „geglättet“, was außerdem die unvermeidlichen Verformungen auf der Membranfläche minimiert. ..weiter..

Die „Super-Navi-Membranen“ (oben) haben mit ihrer speziellen Form entscheidenden Anteil am hervorragenden Klang der aktuellen Magnats